Freiburg West

Vauban


© Sromuald / Wikimedia Commons
Den Namen „Vauban“ hat der Stadtteil aus der Zeit der französischen Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Franzosen nutzen das Gebiet als Kaserne, und benannten es nach dem französischen Festungsbaumeister Sébastien le Prestre de Vauban. Dieser hatte Freiburg zur Zeit der französischen Besatzung gegen Ende des 17. Jahrhunderts zu einer Festung ausgebaut.

Der Stadtteil wird heutzutage vor allem durch seine Naturverbundenheit, das Baukonzept der Gebäude, die Bewohner und das Verkehrskonzept charakterisiert. So grenzt das Gelände unmittelbar an einen naturgeschützten Bachlauf mit altem Baumbestand, der ein Biotop für eine Vielzahl seltener Tiere ist. Alle Gebäude sind unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit entworfen und entsprechen mindestens dem Freiburger Niedrigenergie-Standard, etwa Hundert Einheiten der „Solarsiedlung“ sollen über das Jahr gerechnet mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen. Zudem gibt es einige Passivhäuser, die aufgrund guter Wärmedämmung keine klassischen Heizungen benötigen. Diese Häuser werden als „Passivhäuser“ betitelt, da der überwiegende Teil ihres Wärmebedarfs aus „passiven“ Quellen wie z.B. Sonneneinstrahlung gedeckt wird. Das erste Mehrfamilienhaus in Passivhaus-Bauweise in Deutschland befindet sich in diesem Quartier.

Die Vauban ist nicht nur einer der am dichtesten Besiedelten Stadtteile Freiburgs (12.500 Ew./km²) sondern auch der kinderreichste Stadtteil Freiburgs und er wird auch als der kinderreichste Deutschlands bezeichnet. Generell ist das Stadtteilbild von überwiegend jungen Menschen gekennzeichnet. Das Verkehrskonzept des Stadtteils wurde mit Hinblick auf das Thema „Nachhaltigkeit“ entworfen. So ist es den Bewohnern die ein Auto besitzen nur zum Be- und Entladen gestattet in die Strassen zu fahren. Parken können Fahrzeughalter ihre Autos in einem der zwei Parkhäuser die an das Wohngebiet anschließen – nachdem sie den Parkplatz zuvor käuflich erworben haben.

Mundenhof

Der Stadtteil Mundenhof beherbergt ungefähr 50 Einwohner, wartet aber mit einem Besuchermagnet auf: dem Naturerlebnispark Mundenhof. Des Weiteren findet auf einem Gelände neben dem Park jedes Jahr das Zelt-Musik-Festival (ZMF) statt. Seit 1983 wird hier im Sommer 3 Wochen lang ein buntes Programm aus Musik, Thater, Kabarett, Kunst und Sport präsentiert. Bis zu 120.000 Zuschauer lassen sich jährlich von den teilweise international bekannten Künstlern anziehen.